Brother against Brother - Teil 1/2

http://www.matrixgames.com/products/505/details/Brother.Against.Brother
"Brother against Brother", ein Strategiespiel im amerikanischen Sezessionskrieg (1861 bis 1865)

Brother against Brother ist ein Strategiespiel, welches im April diesen Jahres von Matrix Games veröffentlicht wurde. Da es bisher nur auf Englisch verfügbar ist, hält sich die Verbreitung im deutschen Raum noch stark zurück. Trotzdem hat Vigabrand einen interessanten Artikel über das Spiel geschrieben und es in einem kurzen AAR vorgestellt.
Thematisch beschäftigt sich das Spiel mit dem Sezessionskrieg von 1861 bis 1865 auf dem amerikanischen Kontinent.

Die Union hat doppelt so viele Truppen wie ich.

Dafür gibt es eine gute Verteidigungsposition.



FortMagruder

 

Im Süden wird der Angriff der Union erwartet. Es gibt im Norden noch einen Weg, den werden wir gleich beleuchten. Die Straße nach Osten  führt nach Williamsburg. Dort gibt es ebenfalls noch eine Möglichkeit für die Union.



Nordroute

 

Historisch ist die Brigade unter Hancock hier lang marschiert. Wir sehen zwei Furten und jeweils eine Befestigung auf einer Anhöhe. Diese werde ich verteidigen.



Südroute

 

Diese Route verläuft südlich von Fort Magruder. Auch hier gibt es Befestigungen auf einer Anhöhe.

 

Ich verfüge über insgesamt 6 Infanteriebrigaden und Stuarts Kavalleriebrigade.

 

Fort Magruder wird von Jenkins Brigade gehalten. Jenkins Brigade hat 2.600 Mann und davon sind einige wenige mit Enfield Rifles ausgestattet. Die Masse hat alte Musketen mit einer maximalen Reichweite von 150 Yard (2 Felder).

 

Die beiden gezeigten Übergänge werden doch Scouts (Kavallerie unter Stuart) kontrolliert.

 

Das Ziel ist Zeitgewinnen, man muss sich also im klaren sein, dass man Fort Magruder früher oder später aufgeben muss.

 

Jenkins Brigade:

  • 4. South Carolina Battallion (450 Mann)
  • 5. South Carolina Regiment (650 Mann)
  • 6. South Carolina Regiment (550 Mann)
  • Palmettos South Carolinas Scharfschützen (450 Mann, 20% mit Enfield Rifle)
  • St. Pauls Louisiana Battallion (250 Mann)
  • 1. Louisiana Zouave Battallion (250 Mann)
  • und eine Batterie mit zwei 12 und 2 24 Pfünder.

 

Die Felder sind optimal für Einheiten mit weniger als 350 Mann (Feuerkampf). Teilt man die Einheiten, so erhalten die Einheiten einen Moralabzug. Dieser Abzug ist dauerhaft, daher sollte man überlegen, ob man das macht.

 

Bevor es weitergeht, schauen wir uns mal die Siegpunkte an.

 

Sieger einer Schlacht ist derjenige, der am Ende der Schlacht die meisten Siegpunkte kontrolliert.

Siegpunkte:

 

Es gibt insgesamt 4 Siegpunkte für beide Seiten und einen Siegpunkt nur für die Konföderierten.

Ich zeige mal die Siegpunkte und dann sollte auch klar sein, wie die Strategie aussehen kann.









Diese beiden Siegpunkte sind in Williamsburg.



Der grüne Siegpunkt ist nur für die Konföderation. Die beiden roten sind für beide.

 

Im rechten unteren Bild sehen wir eine kleine Übersichtskarte. In gelb sind die Siegpunkte markiert. Das Ziel sind also 3 Siegpunkte um die Schlacht zu gewinnen. Die Strategie ist ein hinhaltender Widerstand. Ich habe auch nur die Hälfte der Truppen der Union.

Die Siegpunkte werden berechnet, indem man die Verlustverhältnisse mit den Siegpunkten multipliziert. Bedeutet auch, die Union kann nicht „koste was wolle“ losstürmen.

Die letzte Alternative zu gewinnen ist, die feindliche Moral so sehr zu senken, dass der Feind demoralisiert flieht.

Alle Brigaden werden um Fort Magruder aufgestellt. Die Union muss sich beeilen, sie hat nur einen Tag um Fort Magruder zu nehmen und bis Williamsburg vorzustoßen. Die Masse der Unionstruppen muss auch erst heran eilen. Der Regen führt zu Schlamm und dieser wiederum verlangsamt die Unionsbewegung.


Jetzt wissen wir, wann man gewinnt. Jetzt noch „wie“?

 

Man macht seine Züge und danach wird die Kampfphase berechnet. Bedeutet, es wird geschaut, wer wie auf wen schießen kann. Je nach Bewegungspunkte die man noch übrig hat, wird dann gefeuert.



Hier sehen wir die Feuergefechte nach der ersten Runde. Die Artillerie hat zugeschlagen.



Die beste Artillerie besteht aus zwei 24 Pfünder und zwei 12 Pfünder Kanonen.

Die wurde in der letzten Runde in Stellung gebracht. Diese Einheit ist jetzt in Feuerstellung gegangen und ich rechne mit ordentlichem Feuer.



Die Brigade unter Jenkins hat den Befehl „Hold“ (Halten). Die Effekte sehen wir im Tooltip.

Wir sehen hier die ersten Unionstruppen. In lila sehen wir den Versammlungsraum von Stuarts Kavalleriebrigade. In grün sehen wir die Brigade von Jenkins, die Fort Magruder verteidigt. In gelb soll eine weitere Brigade eingeführt werden. In rot die Brigade von Pryor.

A.P. Hill, Wilcox und Colstons Brigaden sind noch auf dem Weg.

 

A.P. Hills Brigade:

  • 1. Virginia 400 Mann
  • 7. Virginia 700 Mann
  • 11. Virginia 750 Mann
  • 17. Virginia 600 Mann

 

Insgesamt sind das 2.450 Mann. Alle aus Virginia. Die Brigade soll den gelben Abschnitt übernehmen.

 

Ausgerüstet sind sie mit folgenden Waffen:



Die Union hat weitreichende Waffen. Als Beispiel nur die Scharfschützen aus Jenkins Brigade.

Die Union hat die Springfield Rifle und die ist ähnlich gut. Wir sehen, auf zwei Feldern Entfernung was doppelt so gut und deutlich weitreichender. Das macht die Verteidigung nicht leichter!

 

Ein Beispiel für das Feuergefecht.

 

 

Die Stellungen wurden wie folgt besetzt.



Colstons Brigade mit drei Regimenten Infanterie und eine Batterie mit 6 Pfündern. Daneben sammeln sich Pryors Brigade und dann kommt Hills Brigade. In Reserven die Brigade von Wilcox mit drei Infanterieeinheiten.

 

Die Verluste:

101 Unionssoldaten zu 9 eigenen Verlusten. Wir haben 7:20 und müssen noch bis 18 Uhr durchhalten.



Freut euch auf Teil 2, diesen werden wir in einigen Tagen veröffentlichen!

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