Stichwort Tzar - Die Schlacht um die Krone

 

Ein Wort, ein Begriff, beispielsweise der Name eines Spiels, wird mitten in den Raum geworfen. Der Verfasser dieses Artikels plaudert aus der Westentasche, was ihm zu diesem Begriff gerade einfällt.

 

 

Hach, ich glaube das ist eines der Strategiespiele, die mir von damals recht eindeutig in Erinnerung geblieben sind. Das Spiel stammt aus dem Jahr 2001 und war das erste Computerspiel welches ohne Hilfe von außerhalb in Bulgarien entstanden ist. Das Spiel ist ein Age of Empires 2 Klon und wurde vom Publisher Take 2 ins Gefecht geschickt um den Giganten AoE 2 vom Thron zu stoßen. Tzar ist das nicht wirklich gelungen. Der Macher ist übrigens Haemimont Games, den viele von Tropico 3 oder Grand Ages Rome kennen werden.

 

 

 

 

Gute Ideen hat das Spiel aber schon. Man baut, wie in Age of Empires 2, eine Basis auf und bildet Armeen aus um seinen Gegner Platt zu machen. Dabei spielt das Spiel im Mittelalter, basiert auf einer Grafik, die nicht Isometrisch ist, sondern wo alles in einer Vorderansicht zu sehen ist und man spielt mit Sagenfiguren. Es gibt insgesamt 3 Völker, nämlich die Europäer, Araber und Asiaten. Alle bilden ihre Typischen Einheiten aus, sowie Mystische Spezialeinheiten. Dazu muss man einen Magier Turm bauen, eine Beschwörungstechnologie erforschen und dann einen ausgebildeten Magier befehlen, diese Kreatur zu beschwören. Ich war immer sehr gespannt und habe dem Magier zugesehen, wie er seine Kreatur beschwor. Dabei darf er aber nicht gestört werden, da er die Zeremonie vollständig durchziehen muss. So lange die Beschwörung nämlich dauert, ist der entsprechende Magier vollständig grau, mit einem magischen Funkeln über seinen Kopf und kann nicht bewegt werden.

 

 

Was richtig toll ist, ist das man im Spiel Magische Pforten entdecken kann, die man dann durchs entdecken einnimmt. Anschließend kann man dort Orks, Skellete, Zwerge sowie Geister ausbilden. Allerdings kann der Feind diese Orte ebenfalls erobern, wenn man zum Beispiel keine eigenen Truppen bei der Magischen Pforte mehr hat und dort dann der Feind seine Soldaten hinschickt. Oder man kann Bauern zu Spionen machen. Mit etwas Geschick können die eine Feindliche Einheit töten und sich als diese ausgeben. Damit kann man das Lager des Gegner auspionieren, wenn man nicht erkannt wird. Feindliche Einheiten oder aber die Spionen des Konkurrenten könnten nämlich die Spionage verhindern.



Interessant erzählt fand ich auch die Kampagne. Die Geschichte von Tzar handelt von einem Königreich Keanor. Dort ist der König umgebracht worden, weil irgendein Böser Zauberer namens Messiah die Macht an sich reißen möchte. Der Sohn der Königsfamilie, der Sartor heißt, wird als kleines Kind bei einem Bauern versteckt. Als feindliche Truppen seinen Ziehvater umbringen, muss er fliehen und wird von einem Magier gerettet, der ihn auf seine Aufgabe vorbereitet, das Königreich vor dem Bösen zu retten und selbst wieder König zu werden. Während der Missionen unterhalten sich die Charaktere übrigens mit Comicblasen.

 


Die Geschichte wird ganz nett erzählt, aber die Kampagne ist leider ein Beispiel, wie man Balance nicht gestallten sollte. Ich kam immer bei einer Mission nicht weiter, wo drei Gegner auf einer Flussseite ihre Lager haben. Nur über Brücken kann man das andere Ufer erreichen, aber das Problem ist, dass die Gegner so viele Truppen ausbildeten, das man gar nicht dazu kam das andere Ufer zu erreichen, weil dahinter so unendlich viele feindliche Einheiten waren. Bei einer anderen Mission kam ich nicht weiter, weil man Magier der Sator gerettet hatte und ihn seither  als eine Art Berater begleitet, einer Person trifft, die er laut Script als Feind erkennt und daher ihn mit einem Feuerball begrüßt. Dann aber besinnt er sich und redet mit dem Fremden. Schön und gut, aber mein Magier war so hochtrainiert, dass er sofort die Person mit einem Feuerball umbrachte. Die Kampagne konnte nun nicht mehr weitergehen, weil die Spielfilmsequenz  an dieser Stelle nicht mehr aufhörte. Der Tod dieser Person war nicht vorgesehen.

 


Die Musik von Tzar ist übrigens ein richtiger Ohrwurm. Wenn ich an Tzar denke, dann immer auch an seine Spielmusik:

 


Außerdem gibt es im Spiel auch Gegenstände, die man sammeln kann. So können Einheiten Zauberbücher, Rüstungen oder Waffen sammeln. Die Waffen verbessern bestimmte Werte während das Zauberbuch als eine Art geheime Superwaffe für viele Überraschungen sorgen kann. Egal ob man einen Meteoritenschauer beschwört oder alle Leichen auf dem Schlachtfeld zu kämpfenden Skeleten macht, es ist immer eine Überraschung, denn selbst ein einfacher Bauer kann ein Zauberbuch einmal einsetzen. Danach jedoch ist das Zauberbuch aufgebraucht.  

Letztendlich bleibt Tzar für mich ein besonderes Strategiespiel. Ein guter AoE 2 Klon, aber die Kampagne wird wohl kein Mensch ohne Cheats und Tricks schaffen.

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Kommentare: 3
  • #1

    Der Eroberer (Dienstag, 27 Dezember 2016 15:47)

    So wie auf viele andere Spiele aus meiner Kindheit, (Dungeon Keeper 2, Interstate 82, Total Annihilation etc.) habe ich auch auf Tzar wieder Lust bekommen, mit dem Unterschied das es überhaupt noch vernünftig auf meinem Laptop läuft... ja, ich kann mich noch erinnern an diese schwere Kampagne. Ich werde sie (wieder) durchspielen, auf Schwierigkeit Mittel, ohne Cheats. Gewisse Dinge hat man bei Tzar einfach nicht (oder doch? lol). Z. B. eine ordentliche Möglichkeit die Truppen zu formieren oder Fußsoldaten in gleichem Tempo wie Reiter zu bewegen (in guter Formation). Man muss sich eben dann anders helfen und die Dinge entsprechend timen. Mir fällt auch auf, dass Fußsoldaten häufig nix tun, obwohl nebenbei der Feind die eigenen Leute/Bogenschützen abschlachtet, alles Dinge, wo man sich eben irgendwie helfen muss. Ich pausiere gerne ständig, um wirklich ohne "Leerlauf" mehrere Dinge hintereinander in Auftrag zu geben. Zum Schluss möchte auch ich die Musik noch einmal loben! Wäre toll eines Tages ein ordentliches Remake von Tzar zu erleben evtl. mit Multiplayer und globaler Rangliste!?

  • #2

    Der Eroberer (Dienstag, 27 Dezember 2016 15:51)

    Was mir auch noch eingefallen ist... ein Zoomsystem wie z. B. in Supreme Commander FA wäre auch toll. Ja, wenn ich so nachdenke könnte man Tzar noch um einiges besser machen. Ich freue mich schon auf das weiterspielen der Kampagne!

  • #3

    Darlene Ogilvie (Sonntag, 22 Januar 2017 00:22)


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