Pies Antikes Europa - CiV IV Mod


Pies Antikes Europa (Pie's Ancient Europe) - in Kurzform auch PAE genannt - ist eine Mod(ifikation) für Sid Meier's Civilization IV Beyond the Sword (Civ IV BTS), die das Altertum von etwa 5000 v.Chr. bis 500 n.Chr. rund um Europa und Kleinasien als Thema hat. In PAE steckt sehr, sehr viel Recherche und es sind Dinge eingebaut, die man in keinem anderen Spiel oder einer anderen Modifikation so (nach)spielen kann wie hier.

Autor

alle Artikel von Robert

Pierre Voak
Nickname: Pie

Redakteur & Modder

Worum gehts?

Das Altertum, das hier präsentiert wird, umfasst bisher 33 Zivilisationen mit über 150 verschiedenen Staatsoberhäuptern. Im Vergleich dazu, das Grundspiel liefert 21 antike Zivilisationen und 23 antike Staatsoberhäupter. Während das Grundspiel insgesamt 92 Technologien (davon 34 in der Antike) vorweisen kann, sorgt PAE mit über 200 davon langen und informativen Spielspaß! Gespielt wird aber nicht einfach nach einem vordefinierten Geschichtsbuch, sondern das sehr gute Was-Wäre-Wenn-Prinzip von CIV bleibt auch hier erhalten. Doch mit viel mehr Liebe zum Detail. So kann man als Germane nicht einfach Pyramiden bauen, man muss auch an ägyptische Götter glauben, damit das möglich ist. Man darf Städte nicht einfach blindlings zu kranken Metropolen wachsen lassen, sonst bekommt man's womöglich mit der Pest zu tun, die sich dann im ganzen Reich ausbreiten kann (benachbarte Reiche mit eingeschlossen). So eine Seuche radiert den Großteil der Bevölkerung aus und man läuft Gefahr, die Staatsausgaben nicht mehr decken zu können. Die daraus resultierende Anarchie führt das Land schlussendlich ins Verderben.

Geschichte, die herausfordernd ist und Spaß macht!

In PAE wird man unglaublich(!) viel über die Antike erfahren. Ab wann gab es den ersten Streitwagen? Wann etwa begann man Bier zu brauen? Ab wann gab es Sklaven und wo wurden sie überall eingesetzt? Welches waren die Sieben Antiken Weltwunder? Welche legendären Gebäude gab es sonst noch, die der Mensch im Altertum errichtet hat und wann wurden sie erbaut? Wann kämpften die Römer mit ihren Legionen? Wann bauten sie ihre befestigten Straßen? Welche anderen großartigen Völker gab es da noch und welche speziellen Waffen und Einrichtungen nutzten sie? Bei PAE sieht man das alles auf einen Blick und das schöne daran, man muss nicht mühsam recherchieren und Umengen an dicken Büchern lesen, man spielt es einfach! In PAE werden Erfindungen und die Entwicklungsstufen der Medizin, der Mathematik, des Kriegswesens und vieles mehr, sichtbar und spielerisch verständlich gemacht.

Wie kam ich dazu?

Ich habe bisher alle Teile der CIV-Reihe gespielt und irgendwann nach einer langen Spielpause (Studium, Beruf) CIV IV für mich entdeckt. Klar, es war kein leichter Schritt von CIV III auf CIV IV. "Aber irgendwann muss es sein", redete ich mir ein. Trotzdem trauerte ich jedesmal CIV III nach. Irgendwas fehlte. Fernangriff? Gut gemachte Szenarien? Einheiten? Etliche Einheiten aus CIV III waren in der CIV IV Vanilla Version gar nicht mehr dabei und wurden erst mit späteren Erweiterungspackages nachgeliefert! Als ich mich bei den CIV IV Szenarien durchprobierte, war ich ein wenig enttäuscht. Moai Statuen an der Mittelmeerküste in einem mediterranen Szenario der Antike? Kamikazebogenschützen und -katapulte? Ich bin generell jemand, der gern das Altertum und Mittelalter spielt. Irgendwie hört sich für mich der Spaß ab den ersten Schießpulvereinheiten auf. Das ist bei CIV ein Zeitpunkt, wo es im Spiel bald nichts mehr Neues zu entdecken gibt, das komplette Land schon kultiviert ist, die Städte weitgehend ausgebaut sind und man nicht mehr eifrig auf der Suche nach neuem Land und Resourcen ist ... es wird mir dann einfach zu unspektakulär.

 

Nachdem ich nun alle Szenarien von CIV IV durch hatte, versuchte ich mein Glück im Internet. Hier kam ich erstmals in Kontakt mit von Spielern erstellten Modifikationen. Doch sie boten mir lang nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Das war für mich der Zeitpunkt, wo ich mir dachte, "Hm. Was mach ich jetzt? Ich glaub, ich schreib mir eine eigene Mod!" Dann bestand für mich nur noch die Frage, soll es Mittelalter werden oder vielleicht gar nur das Altertum? Das war ziemlich schnell entschieden: Das Mittelalter ist so ein ausgelutschtes Thema, da weiß man sowieso sehr viel darüber und es gab bereits viele Szenarienkarten und kleine Mods zum Herunterladen. Aber das Altertum, das ist generell ein dunkles, unberührtes Kapitel. Wann genau eroberte Alexander die damals bekannte Welt und wann zog Hannibal mit seinen Kriegselefanten nach Italien? Wann war Sparta eine Macht und warum dann nicht mehr?  Mach ich doch gleich was sinnvolles und lerne die Zusammenhänge kennen! Ich hab mir das alte CIV III Römerszenario als Grundstein genommen und los ging's. Ich hatte es ursprünglich nur für mich geschrieben (2009) und nachdem ein Jahr verstrichen war und immer noch keine antike Modifikation für die letzte CIV-Erweiterung (BTS) zur Verfügung stand, wagte ich den Schritt und stellte es 2010 online. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich eine interessante und hilfsbereite Fan-Community, die PAE definitiv am Leben hält. 

Welche einzigartigen Spielfeatures findet man in PAE?

Die Verbreitung des Weines: Wer auf einer Europakarte spielt, der wird feststellen, dass es nur eine Weinresource am Rande zu Asien gibt. Diese Trauben werden über Winzer verbreitet und von Stadt zu Stadt und allmählich auch von Volk zu Volk gehandelt, sodass sie sich über Jahrhunderte hinweg bis nach Britannien durchschlagen. Aber nicht nur Wein lässt sich verbreiten, auch Getreidearten, Oliven, Vieh, Pferde und vieles mehr sind kultivierbar.

 

Sklaven bildeten das Rückrat jeder damals großen Zivilisation. Während eine Krieges können besiegte Einheiten kapitulieren und unter eigener Flagge weiterkämpfen oder auch versklavt werden. Sklaven eigenen sich ideal, um Städte produktiver zu machen. Sei es als Feld- oder Bergwerksklaven, sofern eine Stadt auch angrenzende Felder bewirtschaftet bzw. Erzabbau betreibt. Man kann mit Sklaven die Produktion von Gebäuden beschleunigen, die regionale Infrastruktur ausbauen, sie auf Sklavenmärkten verkaufen, zu Haus-, Tempel- und Palastsklaven werden lassen, einer Bibliothek zuweisen, zur berühmten römischen Feuerwehrtruppe - den Vigiles - delegieren oder gar als Gladiatoren kämpfen lassen. Es gibt nichts, was man mit Sklaven nicht machen könnte!

 

Auch zum Thema Gladiatoren erfährt man in PAE ihre Entstehungsgeschichte. Dass sie anfangs nur als Schaukämpfer in Städten angesiedelt werden können und erst später aus ihnen die bekannten Gladiatoren der Arenen werden. Bietet ein Gladiator seine Dienste als Kämpfer an, kannst du mit ihm eine Gladiatorenschule gründen, die es ermöglicht in deiner Stadt ein Hippodrom zu errichten.

 

Naturkatastrophen! Die Antike war kein Honigschlecken. Erlebe Katastrophen, wie es sie damals viel zu oft gab. Rechne mit Erdbeben, Sintfluten, Vulkanausbrüchen, Meteoriteinschlägen und Seuchen. Der Schaden berechnet sich aus Stärkegraden und Ort und Nähe zum Epizentrum. Versuche brennende Wälder, sauren Regen, Heuschreckenplagen und Wüstenstürme aus dem Weg zu gehen. In PAE treten schlimme Ereignisse nicht oft auf, aber wenn, dann ist die Fähigkeit des Spielers gefragt, sein Reich aus einer Notsituation wieder auf Vordermann zu bringen.

 

Die Verdunkelung der Karte: Damals gab es noch keine genaue Kartographie. Daher verdunkelt sich erforschtes Gebiet wieder komplett schwarz, wenn keine (Militär-)Einheit in der Nähe "patroulliert". Erst im Laufe der Zeit wurden Karten angefertigt und spätestens in der Spätantike bleibt dann der bekannte grau-transparente Kriegsnebel, den fast jedes Strategiespiel aufweist.

 

Nutze Bogenschützen, Plänkler und Belagerungsgeräte für den Fernangriff, sofern du es dir leisten kannst. Vielleicht kennt ihr das Zitat aus dem Film Braveheart, wo King Edward I am Schlachtfeld befiehlt: "Nein, nicht die Bogenschützen – Pfeile kosten Geld. Nehmen wir doch die Iren, die kosten gar nichts." Bisher war in CIV alles kostenlos. Auch der Ausbau der Infrastruktur. Dies ist hier in PAE erstmals anders. Fernangriffe sind zwar praktisch, da man die Einheit nicht verliert, da man keinen Nahangriff machen muss wie im Grundspiel, aber dieses neue Feature hat auch seinen Preis. Denn es kann teuer werden, wenn man nur auf Fernangriffe setzt.

 

Mache deine Einheiten zu Veteranen, Elitekämpfern, Helden und Feldherren. Ein neues ausgeklügeltes Beförderungssystem schafft situationsabhängige Beförderungen. Mit einem neu integrierten Rangsystem lernt man auch ein wenig die Hierarchie des römischen Heeres kennen. Beginne mit einfachen Legionären, den Miles, und lass sie in ihrer Hierarchie vom Optio zum Centurio bis hin zum Tribun aufsteigen. Spezialeinheiten werden nicht mehr einfach in der Stadt erstellt, sondern müssen sich am Schlachtfeld aus einfachen Soldaten beweisen (zB. im römischen Heer die Prätorianer). Aber nicht nur Römer sind zu so etwas in der Lage. In PAE lernt man - womöglich das erste Mal - auch andere antike Völker und seine militärischen Ränge kennen.

 

Besorge dir Söldner! Söldnertum ist eines der ältesten Gewerbe der Welt. Kaufe sie ein, erhandle sie, hetze sie auf deine Nachbarn oder mache dir manche sogar zu eigen, wie beispielsweise territorial abhängige Söldner, wie Kretische Bogenschützen, Balearische Schleuderer, Teutonen, Baktrische Reiter, Thrakische Plänkler oder gar Kilikische Piraten, indem du die entsprechenden Ländereien auf der Karte besitzt.

 

Lass berühmte Handelsstraßen entstehen! Handle mit seltenen Resourcen, wie Bernstein, Weihrauch, Seide usw. zwischen deinen und fremden Städten. Dafür musst du lediglich einen Handelskarren von einem Ort zum anderen schicken und entscheiden, was für Waren du einkaufen und verkaufen möchtest. Sind kostbare Güter dabei, kann es passieren, dass zwischen beiden Handelsstädten auf der Karte schön langsam (Feld für Feld) eine eigene Handelsstraße (Seidenstraße, Bernsteinstraße,..) entsteht.

 

Piraten! Was wäre die Schifffahrt ohne Piraten! Du kannst deinen Schiffen den Befehl zur Piraterie geben. Erbeute so auf offener See Handelsschiffe oder zerstöre unerkannt feindliche Schiffe. Ein weiteres Gimmik ist die Entstehung von Treibgut nach einer Seeschlacht. Versuche dieses Aufzusammeln um an zusätzliche Boni zu gelangen (Gold oder Sklaven). Sei aber schnell und erfolgreich, denn sobald ein Treibgut an die Küste geschwemmt wird, liegt es als Strandgut an Land. Dann kann das dort lebende Volk den Bonus in Form von Beutegold einsammeln.

 

Invasion barbarischer Völker! Neben den standardmäßig eingebauten Barbaren gibt es nun auch Zeiten, wo bestimmte Völker versuchen werden, Chaos in dein Land zu bringen und womöglich ganze Städte besetzen. In PAE tauchen die Seevölker, Hunnen und Wikinger auf. Es wird im Laufe der Geschichte nie langweilig.

 

Vasallen! Mache andere Völker zu deinen Vasallen oder versuche Vasallen eines anderen Hegemons auf deine Seite zu ziehen, indem du den Hegemon schwächst. Aber passe auf, dass deine Vasallen nicht zu mächtig werden, um dir im Kriegsfall in den Rücken zu fallen! Auch das ist einzigartig in PAE.

 

Was wäre die Antike ohne ihrer kulturellen und religiösen Vielfalt! In PAE gibt es mehr Religionen als im Grundspiel, wie beispielweise ägyptische, sumerische, phönizische, griechische und germanische Götter. Das bedeutet, dass es zu mehr Spannungen benachbarter Völker führt. Unabhängig von den Religionen, die man verbreiten oder auch aus Städten vertreiben kann, lassen sich auch Kulte verbreiten. Kulte wie der Fruchtbarkeitskult, Heroenkult, Iriskult, Dionysoskult, Hellenismus, uvm. können dein Reich noch stärker aufblühen lassen.

 

... und vieles, vieles mehr (Günstige Winde auf Ozeanfeldern, Rebellion und Versorgung von Soldaten, geldfordernde Statthalter, Quests und maßgeschneiderte Events).

Wie läuft so etwas ab? Wie entsteht so eine Modifikation?

Civilizaion besteht primär aus Technologien, Einheiten, Gebäuden, Völkern, Staatsoberhäuptern und Staatsformen. Diese Dateien sind von den Herstellern so editierbar gemacht worden, dass man sie jederzeit abändern oder erweitern kann. Dabei sind nicht einmal Programmierkenntnisse notwendig. Wenn man aber zusätzlich Spielabfolgen und -mechaniken verändern möchte, wie ich es bei PAE tue, dann sind dafür andere Programmcodedateien editierbar, wo man aber die dazugehörige Programmiersprache kennen sollte.

 

Nun, bevor ich etwas einbaue, suche ich nach Quellen. Es spricht für sich, dass ich in einer Antike-Modifikation keinen George Washington oder Kampfpanzer integrieren sollte. Ich lese daher Bücher über die Zeitspanne des Altertums. Wenn ich etwas Interessantes oder Brauchbares finde, dann suche ich nach weiteren Quellen darüber, ob das auch wirklich Hand und Fuß hat. Kann ja sein, dass der Autor Blödsinn verzapft. Ich las mal ein Buch über die Thraker, dass sie die Schrift deswegen nicht nutzten, weil sie in sich so gut organisiert waren, dass sie sich mit sowas wie einer Schrift nicht herumschlagen wollten. Die Forscher, die das behaupteten, waren übrigens Rumänen und Bulgaren. Ich besuchte jegliche Landesbibliotheken und durchsuche weiterhin auch das Web danach und lese mir dort alles durch, was man darüber finde kann. Das sind Foren, Diplomarbeiten, Vereinsseiten, Google Books und natürlich auch Wikipedia.

 

Nehmen wir mal ein Beispiel: Ich möchte das bekannte römische Kolosseum als Weltwunder in CIV IV einbauen. Jetzt schau ich mal nach, wann es erbaut wurde und wo ich es im Technologiebaum platzieren kann (1. Datei). Falls ich noch keine geeignete Technologie im Spiel eingebettet habe, muss ich eine neue dafür kreieren. Dafür brauche ich ein kleines Grafiksymbol, das ich mir erstelle (2. Datei). Dann kommt noch die Suche nach einem Modell für das Gebäude. Dafür gibt es bei den civfanatics.com eine Plattform, wo etliche Fans aus aller Welt Modelle anbieten. Darunter auch ein Kolosseum. Der Einbau muss in 3 Dateien erfolgen. Zusätzlich kann man auch noch einen Film abspielen lassen, der angezeigt wird, wenn das Weltwunder im Spiel erstellt wird (6. Datei). Dafür hab ich einen Kontakt mit einem Kanadier hergestellt, der für alle PAE-Wunder die Filme erstellt hat. Er spielt selber PAE, ist begeistert davon und bot mir seine Künste an. Das gleiche passierte mir auch bei einem professionellen Synchronisator aus New York, der mir während seiner Karenz etliche Zitate als Sounddatei zukommen ließ (7. Datei). Jene werden abgespielt sobald man eine Technologie erforscht. Man sieht, es sind etliche Dateien zu bearbeiten, um nur ein Gebäude korrekt hinzuzufügen.

 

Bei Gebäuden oder Technologien käme man auch ohne Modelle oder Sounds aus, aber bei Einheiten bin ich auf externe Hilfe angewiesen. Eine Einheit braucht ein grafisches Modell, sonst kann man es nicht in eine Modifikation integrieren (es sei denn, man möchte eine unsichtbare Einheit). Auch da nutze ich die Plattform von civfanatics.com. Dort findet man sehr viel Nützliches für alle Versionen von Civilization. Nicht nur Modelle sondern auch Tipps und Tricks für alle Belange. Bei einigen Modellen musste ich dann doch noch Grafiken wie Rüstung, Schilde, etc. bearbeiten damit es authentisch wurde. Einige geschickte Modellierer haben auch für PAE exklusive Einheiten erstellt, wie beispielsweise einen authentischen Centurio (Querbusch am Helm) der römischen Armee.

 

Das Einbinden eines neuen Elements benötigt oft viel Zeit, da ja sämtliche Dateien dafür verändert werden müssen. Fügt man eine Einheit hinzu, kann es sein, dass es nur von bestimmten Völkern erstellt werden darf, ab einer gewissen Technologie verfügbar sein soll und womöglich noch mehr kann als nur kämpfen (Handeln, Land bearbeiten, Produktion beschleunigen, etc.). Für solch eine neue Einheit muss man unter Umständen bis zu 10 Dateien bearbeiten.

 

Auch als Spieler kann man etwas zu einer Modifkation beitragen, indem man beispielsweise ein Szenario erstellt. Auch das wurde im Grundspiel ermöglicht. Dabei können Spieler im Spiel eine Karte erstellen, Städte und Einheiten platzieren ohne jegliches Vorwissen. Das ist von den Herstellern sehr gut gelöst worden und wertet so eine Modifikation natürlich auch auf. Wer möchte denn nicht auf der Europakarte in die Fussstapfen Caesars oder Alexanders schlüpfen? In PAE kann man etliche Szenarien spielen, die historisch korrekt erstellt wurden. Man startet also auf einer vordefinierten Karte mit vordefinierten Städten. Nur die erste Runde eines Szenarios ist gleich, dann übt man selbst Einfluss auf das Geschehen aus und kann den Verlauf der Geschichte selbst bestimmen. In PAE kann man die Punischen Kriege, die Peleponnesischen Kriege, die Diadochenkriege, die Verteidigung des Limes, etc. oder sein Volk auch von Beginn an auf verschieden großen Europakarten nachspielen. Durch den Zufallsfaktor und das Was-Wäre-Wenn-Prinzip spielt sich aber trotzdem auch jedes Szenario anders. Das ist das großartige an Civilization!

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Kommentare: 2
  • #1

    JohnDay (Montag, 24 Juli 2017 18:12)

    Bestes Strategiespiel das ich kenne . Weit mehr als Civ4 allein jemals war. Pie hat etwas ganz neues daraus gemacht. Mit viel Liebe und Blick für das Detail kann ich nur sagen: Vergeßt Civ5 und vergeßt Civ6, die sind dagegen langweilig. Pies Antikes Europa bietet weit mehr als die Originalhersteller sich je erträumt haben. Das ist nicht irgend eine Mod, für mich ist es das beste Spiel der letzten Jahre zum Thema Strategiespiel. PAE ist auch heute noch aktiv und Pie arbeitet gerade an einem wunderbaren Update. Es lohnt sich es sich anzusehen, ohne hast du etwas verpasst.

  • #2

    Xenoom (Dienstag, 25 Juli 2017 00:23)

    Ich Spiele PAE seit vielen Jahren und ich muss sagen es ist einfach genial.

    PAE bietet eine fast unendliche Möglichkeit an Spielvarianten.
    Möchte ich die Phönizier von Anfang an zum Erfolg führen?
    Möchte ich mich mit den Illyrern gegen die aufstrebenden Römern und den Griechen erwehren (Diadochenkrieg Szenario), oder doch mit den Karthagern das Mittelmeer beherschen oder mit Sparta mich gegen die Perser stellen?
    Ich schreibe PAE Storys und ich hab nur dutzend Ideen.

    Was nur ansatzweise aus dem Artikel hervorgeht, ist, dass sich PAE mittlerweile sehr anders spielt als CIv 4 BtS.

    Genannt wurden schon die Gesundheit und die Zufriedenheit bei Städten.
    Aber auch beim Start, die erste Stadt hat noch keinen Palast (muss erst erforscht werden). Auch sind die bekannten "Barbaren" Tiere stärker, was die Erkundung am Anfang erschwert. Ebenso ist es auch anders bei den Metallen, eines der wichtigsten Metalle in PAE ist Bronze, aber das findet man nicht einfach so, man braucht ein Vorkommen von Kupfer und Zinn oder Blei.

    Auch finde ich, das PAE schwerer ist als BtS , vor allem da die Kriegsführung anders ist als in BtS . Hier unterscheidet man nun genau zwischen Angriffseinheiten, Fernkämpfer (schwächen der Gegner), Belagerungseinheiten.
    Auch ist bei den Angriffseinheiten das Papier-Schere-Stein Prinzip angewandt.
    Beispiel: Axtkämpfer besiegt Schildkämpfer, Schildträger besiegt Speerkämpfer, Speerkämpfer besiegt Axtkämpfer, Reiter besiegt Axtkämpfer und Schildträger, Speerkämpfer besiegt Reiter (alle Einheiten mit gleicher Grundstärke).
    Auch bekommen Einheiten oft nur Beförderungen durch direkten Kampf.
    Ebenso kann man für Geld Söldner in Städten anheuern, wodurch in einer Stadt innerhalb einer Runde aus dem nichts mehrere Einheiten auftauchen können..

    All die Features können einen Neuling erschlagen und überfordern, aber wenn man sich auf PAE ein lässt erhält man einen Ultra genialen Mod, der sich nicht vor anderen großen Civ 4 Mords verstecken brauch und selbst diese teils übertrumpft.